Interviews
reviews
gigs
cd-tips
about us
start




Mika
"Life in Cartoon Motion"
VÖ 23.03.2007

Wo sind Sie geboren und wie sind Sie aufgewachsen?

Mika: Ich wurde 1983 in Beirut geboren, als der Krieg dort gerade seinen Höhepunkt erreichte. Meine Eltern und ich wurden ein Jahr nach meiner Geburt evakuiert und sind nach Paris gezogen. Dort lebten wir acht Jahre lang. Meine Mutter ist aus dem Libanon, mein Vater ist Amerikaner und ich bin in Frankreich aufgewachsen. Wir waren in Paris unter sehr vielen Flüchtlingen aus dem Libanon. Trotzdem betrachte ich Französisch als meine Muttersprache. Über die Jahre habe ich es ein bisschen verlernt. Doch dadurch, dass mein Album in Frankreich so gut läuft, verbringe ich dort wieder etwas mehr Zeit und das nutzt mir.

Das ist das Gute am Reisen. Aber selbst mein Englisch ist nicht ganz astrein. Sicherlich können Sie meinen leicht amerikanischen Akzent hören, denn ich hab diese Sprache dadurch gelernt, dass ich meinen Vater kopierte.

Wann und wie haben Sie mit Ihrer Musik begonnen?

Mika: Da gibt es viele Ansätze. Ich war immer schon von Musik begeistert. Bewusst wurde mir das im Alter von sieben oder acht Jahren. Als Kind habe ich Mixtapes mit Popsongs aus der ganzen Welt gemacht. Wir haben uns zuhause ganz unterschiedliche Musik angehört, von klassischer bis hin zu arabischer und französischer Musik angehört und sogar Reggae. Musik war über die Jahre mein ständiger Begleiter. Ich wurde mir dessen nur viel später bewusst. Als wir von Frankreich nach London gezogen sind, war ich auf der Französischen Schule. Ich hatte dort eine Menge Probleme, nicht nur mit den anderen Schülern, die mich wegen meines Akzents oder meiner Kleidung komisch fanden. Ich hatte auch Probleme mit den Lehrern, weil ich legasthenisch war. Mit elf Jahren konnte ich nicht richtig lesen und schreiben. Meine Eltern nahmen mich deshalb von der Schule. Ich hatte viele Monate lang nichts zu tun, außer mich mit Musik zu beschäftigen. Meine Mutter engagierte für mich eine russische Gesangslehrerin. Sie trainierte mich zweimal die Woche je zwei Stunden, immer auf genau gleiche Weise, so wie sie selbst in Moskau trainiert worden war. Auch musste ich jeden Tag mehrere Stunden trainieren, was für mich sehr hart war. Doch ich fand es toll es toll, denn ich musste nichts aufschreiben und ich musste mich nicht mit Mathematik auseinander setzten. Für jemanden, der so große Schwierigkeiten hatte zu lernen, kapierte ich sehr schnell und machte, vor allem für einen elf-jährigen, innerhalb kürzester Zeit sehr große Fortschritte. Danach hatte ich auch meine ersten Job im Royal Opera House. Da ging dann alles los.

Haben Ihre Eltern Sie dazu gedrängt eine Musikerkarriere einzuschlagen?

Mika: Nein, ganz und gar nicht! Sie fanden es toll, dass ich an etwas Interesse gefunden hatte. Sie unterstützten mich in jeder Hinsicht. Meine Mutter hatte nach meine schulischen Desaster schnell erkannt, dass sie mein musikalisches Talent nutzen konnte, um mich wieder auf die Beine zu bringen. Es ging ihr nicht um eine Karriere, vielmehr um den therapeutischen Hintergrund und Effekt. Ich nahm das ganze sehr ernst und arbeitete hart. Meine Eltern waren schlicht froh. Das alles hat überhaupt nichts mit dem schrecklichen Klischee zu tun, eine so genannte „stage mother“ zu haben. Wäre es so gewesen, dann könnte ich vermutlich heute diesen Job nicht so gut machen und so sehr lieben.

Sowohl Ihre Single „Grace Kelly“ als auch ihr Album „Life in Cartoon Motion“ waren in Großbritannien auf Platz eins in den Charts. Hat das in irgendeiner Weise Ihr Leben verändert?

Mika: Oh ja, ich habe nun viel mehr um die Ohren. Ich lebe im Flugzeug und auf der Bühne. Dazwischen bewerbe ich mein Album. Das hat sich verändert. Als ich nach meinem Nummer eins Hit bei „Radio One“ ein Interview gab, fragten die mich, was ich mir für das verdiente Geld kaufen würde. Mir war klar, die wollten so was hören wie „ich werde mir ein Auto kaufen.“ Ich kann nur sagen, dass sich materiell und finanziell gar nicht so viele verändert hat. Ich denke, es dauert eine ganze Weile, bis man richtig Geld in der Musikindustrie machen kann. Was mir aber der Erfolg tatsächlich beschert hat? Ich hatte Glück, dass ich ein Album mit aller nur erdenklichen Freiheit produzieren konnte. Ich weiß, dass das ein Privileg ist, das nicht vielen Künstler beim ersten Album zuteil wird. Aber ich wusste auch, dass ich mit diesem immensen Budget Erfolg haben musste. Ich konnte mir nicht erlauben, ein erstes, ein zweites oder ein drittes Album zu machen, um möglicherweise erfolgreich zu sein. Das bedeutete auch einen ziemlichen Druck. Trotzdem, durch den Erfolg hab ich jetzt nicht nur alle Freiheiten in der Musik, sondern auch bei den Videos. Ich habe Zugriff auf Budgets und auf Manpower, was mir sehr viele Türen öffnet. Vor sechs Monaten wäre das noch undenkbar gewesen.

Wie sehr sind Sie in die Produktion Ihrer Videos involviert?

Mika: Die zwei Videos, die ich bisher gemacht habe, entstanden mit Sofie Müller. Es ist tatsächlich so, dass wir beiden zusammen am Küchentisch sitzen und uns überlegen, wie so ein Video aussehen soll. Heutzutage ist es oft schwer nachzuvollziehen, was die Videos mit bestimmten Songs zu tun haben. Mein Motto ist, alles so einfach und verständlich wie möglich zu halten. Beim „Love Today“ Video habe ich sogar die Choreografie für die Tänzer gemacht, obwohl wir einen Choreographen hatten. Ich wollte nicht, dass es wie Backstreet Boys Gehopste rüberkommt.

Stört es Sie, dass sie gelegentlich als der neuen Robbie Williams bezeichnet werden?

Mika: Nein, ganz und gar nicht. Er hat sehr viel bewegt. Er hat auch damit, er selbst zu sein, eine großartige Karriere hingelegt. Das kann ihm keiner mehr wegnehmen. Wir sind nichtsdestotrotz ganz unterschiedlich.

Ich hoffe, Sie leben nicht seinen Lifestyle nach!

Mika: Ich weiß gar nicht genau, wie er so lebt. Ich hab mitgekriegt, dass er immer mal wieder Probleme hat.

Schlagen Sie nie über die Stränge?

Mika: Natürlich tue ich das. Vor nur acht Monaten bin ich mit meinen Freunden ausgegangen und keinen Menschen hat es gekümmert. Wir haben den Club um fünf Uhr morgens verlassen, haben uns auf die Strasse gesetzt und haben bis acht Uhr lauthals Lieder gesungen. Keiner hat sich auch nur umgedreht. Inzwischen könnte ich so was nicht mehr ohne weiteres machen. Ich muss einfach aufpassen was ich mache.

Stört es Sie, dass Ihre Songs für Werbung verwendet werden?

Mika: Das ist ein zweischneidiges Schwert. Ich bin nicht wirklich begeistert darüber und meine Lieder werden ganz ganz ganz selten eingesetzt. Zum Glück! Sie wären erstaunt wie viele Anfragen ich habe, doch ich weise sie ab. Mir ist sehr wohl bewusst, dass man schnell langweilig wird, wenn man so was zu häufig zulässt. Als ich in Großbritannien plötzlich mit meiner Single „Grace Kelly“ und auch mit dem Album so erfolgreich war, konnte man mich jeden Tag in jedem Magazin und ich jeder Zeitung sehen. Darüber war ich ganz und gar nicht glücklich. Übermäßige Werbung macht keinen Erfolg, sondern bewirkt letztlich eher das Gegenteil. Ich möchte kein Big Brother Fernsehstar sein. Auch möchte ich nicht verheizt werden. Ich möchte eine sehr lange Zeit meine Musik machen. Jeder Schritt muss jetzt genau geplant sein. Ich bin ganz glücklich, dass nun meine zweite Single erscheint. Natürlich muss ich nach wie vor aufpassen, dass ich meinen Fans nicht langweilig werde. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.

Sehen Sie irgendwelche Parallelen zwischen sich und Freddy Mercury?

Mika: Ich denke wir kommen aus einer vergleichbaren Gegend und einem ähnlichen Kulturkreis. Wir haben beide eine Affinität zur Oper und zum Theater. Ich finde es interessant und seltsam zugleich, dass er japanische Kunst und Designobjekte sammelte. Ich habe eine große Sammlung von japanischen Poster, Büchern und Spielzeug. Musikalisch sind wir uns ähnlich, allein wegen meiner klassischen Ausbildung und der Art und Weise wie ich Texte schreibe. Ja, wir haben Gemeinsamkeiten. Bin ich die Reinkarnation von Freddy Mercury? Definitiv nicht! Versuche ich der Band Queen nachzueifern? Absolut gar nicht. Wir sind in den letzten Wochen sogar Freunde geworden. Aber keiner sieht mich als den neuen Freddy an und ich tue es auch nicht. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Es ist vor allem ein riesiges Kompliment für mich, mit Freddy Mercury verglichen zu werden.

War der Song „Big Girl“ inspiriert von dem Queen Song „Fat Bottom Girls“?

Mika: Nein, ganz und gar nicht! Ich habe sogar darüber mit Brian, dem Gitaristen von Queen, gesprochen. Ich fragte ihn, ob er den Eindruck habe, dass der Song „Big Girls“ eine umgeschriebene Version von „Fat Bottom Girls“ sei. Er bestätigte mir, dass es absolut nicht so scheint. Es ist immer wieder spannend wenn Zeitungen so was behaupten wie: „oh ja, er hat den Queen Song kopiert.“ Ich habe diesen Song geschrieben, nachdem ich eine Dokumentation mit Victoria Woods auf Channel 4 um 2:30 Uhr morgens geschaut hatte. Es ging um Fettleibigkeit in den USA. Es ging unter anderem um den Butterfly Nachtclub, den ersten auf der Welt, der Frauen mit Übergrößen zuließ. Ich sah wie viel Spaß diese dicken Frauen in dem Club hatten, im Gegensatz zu den meisten dünnen Frauen. Davon war ich tief bewegt. Ich wollte diesen Frauen einen kleinen Song schreiben, was mir innerhalb von 15 Minuten gelungen ist und er landete auf dem Album. Meine Tante ist dick, ich wurde in der Schule gehänselt, weil meine Mutter dick ist, ich selber war als Kind nicht gerade ein Hering und wurde ausgelacht. Ich habe den Song nicht aus Ironie geschrieben und ich wollte auf keinen Fall jemanden verspotten.

Sie sind heute sehr sehr schlank. Was tun sie dafür? Machen Sie Sport?

Mika: Ich muss ständig was essen, damit ich nicht noch mehr abnehme. Vielleicht bin ich ja hyperaktiv? Wenn Sie meine Lifeshow sehen, dann wird es ihnen klar. Alle in meiner Band haben in den vergangenen Monaten deswegen abgenommen. Übernächste Woche, wenn ich Urlaub haben, werde ich auch Sport treiben. Ich werde Rad fahren gehen.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Songs?

Mika: Aus dem alltäglichen und realen Leben. Na ja, zurzeit ist es nicht sehr abwechslungsreich. Zurzeit sitze ich oft im Hotelzimmer und denke nach während ich Orangensaft aus Tüten trinke. Das einzige was dann aufregend ist, sind die Fernsehshows, in denen ich auftrete. (lacht) Aber jeden Tag kann etwas Spannendes passieren. Du gehst auf die Strasse und siehst etwas Aufregendes. Man kann das so nicht sagen. Wenn jemand aus einem Zorn heraus ein Album macht, worüber soll er sich später aufregen, falls er damit genug Geld gemacht hat? Wenn Du aber ein Album schreibst, das von den Menschen handelt, die Dir begegnen und von Geschehnissen, die Du erlebst, dann wirst Du immer genügend Stoff haben, worüber du schreiben kannst!

Wie lange haben Sie üben müssen, um das Klavier so zu beherrschen wie heute?

Mika: Das kann ich nicht genau sagen. Ich hab es mir selber beigebracht, weil ich Legastheniker bin und keine Noten lesen kann. Ich war vielleicht neun Jahre alt, als ich anfing Lieder zu schreiben. Da fing ich auch an, mich am Klavier zu üben. Ich bin vielleicht nicht gerade der Krack wenn es um technische Versiertheit geht, aber ich habe im Laufe der Zeit herausgefunden, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn man die Dinge vereinfacht. Die Hauptsache ist, man findet seinen ganz eigenen Stil, der unverkennbar ist. Das habe ich!

Was würden sie einem Teenager raten wenn er in der Musikbranche Fuß fassen will?

Mika: Hör Dir alles an! Sei nicht arrogant. Wenn du dich wie ein Snob verhältst, dann stellst du dir selber ein Bein. Das wurde mir von meiner Gesangslehrerin eingetrichtert als ich ungefähr zehn Jahre alt war. Ich hab mir absolut alles angehört. Wenn du dazu bestimmt bist Musik zu machen, dann wirst du das auch schaffen, egal was passiert, du wirst deinen Weg finden. Aber lass dich nicht hängen oder verbiete dir zu träumen. Lass die Träume zu

Ist das Ihr Erfolgsgeheimnis?

Mika: Mir selber diese Freiheit zu nehmen, als alle gegen mich waren? Ja! Ich habe kapiert, dass ich keine Erlaubnis dafür brauche zu träumen. Ich hab mir diese Freiheit selber gegeben. Das war schon so, als ich noch zur Schule ging und von den anderen nicht akzeptiert wurde, als ich nicht mal neben ihnen gehen konnte, weil ich Angst haben musste, dass sie mich schlagen würden. Damals habe ich einfach gewartet, bis sie weg waren, dann bin ich auf mein Zimmer gegangen und hab mir mit meinem Klavier meine eigene Welt erschaffen, in der ich frei sein konnte.

Ihr Album trägt den Titel: „Life in Cartoon Motion“. Was bedeutet der und war er Ihre Idee?

Mika: Alles war meine Idee! Ich hatte keinen A&R, der mir so was abgenommen hätte. Das hätte ich auch nicht haben wollen. Als ich in Los Angeles das Album produzierte, war im Museum of Contemporary Art eine Retrospektive über ‚Comic Book Art’ der letzten 60 Jahre. Da war alles zu sehen, von Art Spiegelman bis Robert Crumb (amerikanische Cartoonisten/Illustratoren). Das war das erste Mal auf der ganzen Welt, dass ein ernstzunehmendes Museum so eine Ausstellung zustande brachte, denn normalerweise ist diese Kunstform verpönt. Ich schaute mir diese Ausstellung an und war überrascht, wie ähnlich die Vorgehensweise von Comiczeichner ist und jemanden, der Popsongs macht. Es scheint so, als ob die Art und Weise ganz ähnlich ist, wie bestimmte Teile zusammengefügt werden. Wenn man sich einen Art Spiegelman oder einen Robert Crumb ansieht, wird einem unmittelbar klar, wie der ganze Comic sich entwickelt… Popsongs haben ebenso viele Möglichkeiten über all das zu erzählen, was man sich so vorstellen kann. Auch sie können ein Medium sein. Man muss sie nur den Leuten näher bringen und schmackhaft machen. Popsongs können genauso viel Power haben wie Comics. Ich denke, das ist auch der Trick der Beatles gewesen.

Wer hat denn das Cover Ihres Albums, das an den Film „Yellow Submarine“ erinnert, gestaltet?

Mika: Meine Schwester und ich zusammen haben das gemacht. Es ist ein bisschen „Yellow Submarine“, ein bisschen „Alice in Wonderland“, auch ein bisschen „Peter Max“, aber nichts von Peter Blake (brit. Pop Art Künstler), weil ich ihn nicht so sehr mag. Die Comics sind vergleichbar mit meinen Songs, die ähnlich komprimiert und intensiv sind. Zunächst scheinen die Geschichten simpel zu sein, aber eigentlich sind sie sehr komplex.

Die Songtexte von ‚Grace Kelly’ und von ‚Lollipop’ sind im Booklet des Albums. Wieso sind es die anderen Texte nicht?

Mika: Oh, sie sind der erste, der mir diese Frage stellt. Ich weiß es auch nicht. Ich wollte nicht gleich alle Texte preisgeben. Außerdem hatte ich so mehr Platz für Zeichnungen. Inzwischen sollten jedoch alle Texte auf meiner Website sein. Wie auch immer, ich dachte mir, dass diese beiden Songs die Texte nötig hätten. Über alle anderen Songs sollten die Leute selber nachdenken.

Das Lied „Lollipop“ klingt in meinen Ohren wie ein Kinderlied. Können Sie mir mehr dazu sagen?

Mika: Es ist tatsächlich ein Kinderlied! Die Geschichte könnte auch in einem Internat in den 60ern passiert sein. Ich hab mich an alten Kinderliedern wie „Clap Clap“ orientiert (singt). Diese Lieder sind sehr naiv, haben aber einen sehr dunklen Kern - und sie sind zeitlos. Ich wollte ein Lied für meine kleine Schwester schreiben, die noch zur Schule geht. Ich wollte ihr sagen, dass sie sich nicht zu früh mit dem Thema Sex beschäftigen sollte. Bleib weg von den Jungs so lange es geht! Doch ich weiß auch, dass das keiner in einem Popsong hören will, von wegen: „kein Sex!“ Ich hab mir also überlegt, wie ich das Thema rüberbringen könnte. Zuerst habe ich so viele Klischees wie möglich rein gesteckt, ohne flach zu wirken. Dabei habe ich schmutzige Worte verwendet. Am Ende kamen die Schulhofelemente, die das ganze wie ein Kinderliedchen klingen lassen. Von der musikalischen Seite her hab ich es so verpackt, als ob Kinder mit einem großen rosaroten Drachen tanzen würden. Die Kids lieben den Song! Ich spiele ihn normalerweise am Ende meiner Shows und sie flippen total aus!

Wie kamen Sie zu der Band mit der Sie inzwischen auftreten?

Mika: Ich habe mir tatsächlich die Leute bei Vorspiel-Terminen ausgesucht, die ich am besten fand. Dabei hatte ich anfangs Unterstützung von anderen Musikern. Ich wollte nur Leute aus England, die in meiner Nähe leben, denn alles andere wäre zu teuer gewesen. Am wichtigsten war mir aber, dass wir uns alle untereinander verstehen. Haben Sie je eine meiner Lifeshows gesehen? Wir sind, finde ich, sehr erfrischend. Wir sind kein bisschen geltungsbedürftig oder affektiert, wie so viele andere Bands, die zurzeit auftreten. Darauf bin ich sehr stolz und das ist auch der Grund, weshalb ich die richtigen Menschen finden wollte. Alle meine Musiker leben in Großbritannien, kommen aber von überall her. Meine Schlagzeugerin ist 20 Jahre alt und sie war besser als all die anderen Jungs, die ich gesehen habe! Ihre Eltern kommen aus Wales und Ghana. Mein Bassist ist aus Korea und ich könnte nicht sagen wie alt er ist. Mein Gitarrist ist Schotte und hat zwei Kinder. Mein Keyboarder ist aus Windsor und ich bin der umtriebige Libanese ganz vorne – wir sind ein ganz schönes Pack, nicht gerade der Marketing-Wet-Dream, oder? (lacht)


Nun ja, alle Mädchen schwärmen im Moment von Mika! Das würde ich so nicht sagen… Vielen Dank


AngieBlack
Copyright © 2006 musictalk4u.net
design: FMMedia Production